Beratungsthemen

01

Konfliktmanagement

Konfliktmanagement ist mehr als «nachher Ruhe haben wollen». Konflikte sind Interaktionen zwischen Bedürftigen. Nicht das Finden von Schuld und Unschuld ist das Ziel, sondern das Entwickeln würdevoller Lösungen für alle.

02

Mobbing-Support

Mobbing ist selten ein simples Täter-Opfer-Gefälle. Mobbing ist ein komplexes Konfliktsystem, wo oft im Täter Opferanteile, im Opfer Täteranteile zu finden sind. Diese gilt es zu entlarven und für alle gewinnbringend zu verändern. Mobbing-Support ist stets «Erste Hilfe» für alle.

03

Rollenbilder hinterfragen

Was ist Unterricht: Vorne der Lehrer, hinten die Schüler oder überall Schüler, mittendrin der Lehrer? Herkömmlich betrachtet ist Unterricht ein Einbahnsystem zwischen Wissenden und Unwissenden. Ich sehe Unterricht viel mehr als ein im Endeffekt autonomes, intrinsisches Tun der Lernenden, dass der Lernende selber wollen muss. Der Lehrende muss mit all seinem Tun dieses Wollen wollen.

04

SchülerInnen stärken

Starke SchülerInnen sind letztlich alles aus sich selbst! Der Lehrende hat die Aufgabe, den Lernenden in allen seinen Kräften zu stärken. Das Ziel soll sein, dass der Lernende aus sich heraus abholt, was er braucht. Der Lehrende hält sich mit einer reichen Tool-Box bereit, empfiehlt, hilft, ergänzt in einem dialogischen System.

05

Didaktische Konzepte

«Schüler folgen Lehrern» oder «Lehrer folgen Schülern». Was ist Schule?

Ich bevorzuge das zweite Bild eines präsenten Lehrenden. Präsenzdidaktik oder agile Didaktik (Christof Arn: Agile Hochschuldidaktik, Beltz Juventa 2016) geht davon aus, dass der Lehrende unterstützend den Lernweg des Lernenden begleitet. Dieser didaktische Ansatz steht im Widerspruch zur Plandidaktik, wo Lernende ein kollektiv gültiges Plankonzept durchlaufen, ungeachtet ihrer individuellen Lernbedürfnisse und ihres aktuellen Lernstandes.

06

Visionen entwickeln

Arbeit soll mehr von Visionen, als von Pflichten genährt werden. Wenn die Arbeit überfordert oder wenn sie langweilt, verliert sie an Effizienz und der Betroffene an Berufsfreude. 

Der Überforderung kann man mit Kompetenzentwicklung begegnen, der Unterforderung mit neuen Zielen.

07

Kräftebalance

Lehrpersonen sind fleissige Leute. Oft unnötig fleissig?

Lehrpersonen müssen nicht der Öffentlichkeit zuliebe fleissig sein, sondern der Entwicklung der Lernenden zuliebe. Dieser Fleiss soll mit Augenmass, insbesondere mit Blick auf Effizienz und nicht zuletzt auf die eigene Gesundheit betrieben werden. «Du musst selber auf deine Gesundheit achten, denn niemand anderes hat wirklich ein Motiv dazu».

Grenzen erkennen, selbstbewusst Grenzen setzen. Und: Öfters guten, aufwandsarmen Lösungen den Vorzug geben im Wissen darum «Nicht das Schlechte ist der Feind des Guten – das Perfekte ist der Feind des Guten!»

08

Teamarbeit

Ein Team ist besser, wenn alle sich mögen. Es ist inzwischen der Standard geleiteter Schulen, dass Lehrpersonen in Teams zusammenarbeiten müssen. Gute Teams sind eine gewaltige Entlastung bezüglich der Last der Arbeitsfülle, aber auch bezüglich der Last der Verantwortungsfülle. Es macht Sinn, an der menschlichen Beziehung im Team zu arbeiten und nicht nur gemeinsam Inhalte aufzubereiten. Vielleicht mal eine Bierrunde anstelle einer Planungsrunde?

09

Berufseinstieg

Ich und meine Klasse – ein einsames Modell? Der Einstieg in den Lehrberuf ist kein leichter. Während man in der Ausbildung stets im Kontext von Hochschule und Mitstudierenden aufgehoben war, ist man nun oft genug allein. Unsicherheiten, offene Fragen, mangelnde Vergleichsmöglichkeiten belasten den Alltag. In einem Kreis von anderen Einsteigern lassen sich Wege erkennen und Lösungen finden.